Praxis für Zahnerhalt
und orale Rehabilitation

Dr. GomonInterview mit Dr. Stephan Gomon über seine Praxisphilosophie

Herr Dr. Gomon, Sie haben eine Doppelapprobation als Arzt und Zahnarzt. Warum sind Sie Zahnarzt geworden?

Dr. Gomon: Als ich Anfang der 80er Jahre mein Studium der Zahnmedizin, später der Medizin aufgenommen habe, hatte ich noch kein genaues Bild von dem, wie ich später meine Rolle als Arzt oder Zahnarzt ausfüllen würde. Promoviert habe ich nämlich zunächst auf dem Gebiet der pharmakologischen Forschung …

… also gar nicht zu einem medizinischen Thema im engeren Sinne?

Dr. Gomon: In der Tat hatte ich mein Studium unter einem erweiterten Blickwinkel betrieben. Gerade auf dem Gebiet der Zahnmedizin treffen sich viele Disziplinen wie Werkstoffkunde, Optik, Chemie, Strahlenphysik, Pharmakologie und nicht zuletzt die handwerkliche Chirurgie. Die Behandlung der Patienten in diesem komplexen Spannungsfeld fasziniert mich bis heute – jeden Tag auf’s Neue.

Wie ging es weiter?

Dr. Gomon: Nach dem Studium habe ich eine vierjährige Assistenzzeit in der Kiefer- und Gesichtschirurgie absolviert. Aufgrund dieser Ausbildung kann ich meine Patienten heute auch oralchirurgisch behandeln. Später habe ich ein Curriculum in der Implantologie absolviert. So gesehen ist der Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie die logische Folge meiner beruflichen Biographie. Heute ist die Implantologie ein wichtiges Segment im Therapiespektrum meiner Praxis. Hier begegnen sich Chirurgie und Prothetik auf hohem Niveau. Auch medizin-technisch: Seit einiger Zeit planen wir implantat-getragenen Zahnersatz mit Hilfe von 3D-Röntgenbildern, die von einem DVT erstellt werden.

DVT – können Sie uns das genauer erklären?

Dr. Gomon: DVT bedeutet Digitale Volumentomographie. Bekannter ist die Computertomographie, CT. Doch beim DVT müssen die Patienten nicht in die Röhre, sondern sitzen oder stehen aufrecht. Das Gerät fährt einmal um den Kopf – fertig ist die Aufnahme. Auch ist die Strahlenbelastung deutlich niedriger. Das DVT liefert dreidimensionale Röntgenbilder von der Kieferregion, die wir am Computer auswerten, drehen und vermessen können. Diese 3D-Röntgendiagnostik bedeutet maximale Sicherheit für den Patienten und natürlich auch für mich als Chirurg. Wir können die Implantation und die Versorgung mit dem neuen Zahnersatz komplett am Rechner planen.

Arbeiten Sie deshalb am liebsten mit einem deutschen zahntechnischen Labor?

Dr. Gomon: Ja, denn um den neuen Zahnersatz absolut perfekt eingliedern zu können, bedarf es einer präzisen Abstimmung mit dem Zahntechniker. Und da ist es am besten, wenn er direkt in die Praxis zum Patienten kommt.

Verstehe, die neuen Zähne müssen farblich zu den natürlichen Zähnen passen …

Dr. Gomon: Es geht mir dabei um mehr als nur um die – für den Patienten natürlich sehr komfortable – farbliche Abstimmung. Ich spreche da von prothetischer Verantwortlichkeit: „Primum nihil nocere – zuerst gilt: nicht schaden“. Das ist ein wesentlicher Grundsatz in der hippokratischen Tradition. Sehen Sie, zu uns kommen viele Patienten, die bereits Zahnverlust erlitten haben, die auf einem Einzelimplantat eine Krone benötigen oder eine Brücke. Oder bei denen gar umfangreichere Sanierungen anstehen. Nur nach einer Funktionsanalyse des Kauorganes kann ich sicherstellen, dass der neue von mir eingegliederte Zahnersatz zu den individuellen funktionellen Gegebenheiten des Patienten passt bzw. schon bestehende funktionelle Defizite erkannt und behandelt werden.

Damit wären wir beim Stichwort „orale Rehabilitation“. Was müssen wir darunter verstehen?

Dr. Gomon: Nicht wenige Patienten leiden unter chronischen Beschwerden im Kopf- und Nackenbereich. Diese werden hervorgerufen durch Muskelanspannungen, wenn das fein aufeinander abgestimmte Ineinandergreifen der Zähne im Ober- und Unterkiefer gestört wird. Diese Störung wird vom Kiefergelenk – es ist das sensitivste Gelenk im Körper – registriert. Hier liefert uns eine Kiefergelenksdiagnostik oder Funktionsanalyse völlig neue Möglichkeiten für die prothetische Rehabilitation. Was soviel bedeutet wie: Wiederherstellung eines bezahnten, teilbezahnten oder zahnlosen Gebisses mit Korrektur von Kauebene und Bisshöhe. Hierbei spielt die perfekte Kommunikation mit dem eigenen Labor, die maßgeblich über den Therapieerfolg mit entscheidet, eine essentielle Rolle.

Sie praktizieren eine breit aufgestellte Zahnmedizin?

Dr. Gomon: Dies ist dem breit gefächerten Spektrum der Zahnheilkunde selbst geschuldet. Die bereits erwähnte Komplexität der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten erfordert eine ebenso komplexe Herangehensweise bei der Auswertung von klinischen Befunden und der Entwicklung einer adäquaten Therapie – und zwar auf dem aktuellen wissenschaftlichem Stand der Zeit. Das ist mein ständiger Stachel …

… der Sie anspornt?

Dr. Gomon: Absolut! Der Zuwachs an neuem Wissen ist eine große Herausforderung. Stillstand beim Wissenserwerb bedeutet hier unweigerlich Rückschritt. Ich sehe mich als lebenslang Lernender mit dem durchaus caritativen Anspruch, dieses neue Wissen in die Behandlung meiner Patienten einfließen zu lassen.

Was macht Ihnen besonders Spaß?

Dr. Gomon: Was mich als Behandler wie auch als Persönlichkeit beflügelt, ist vor allem der Anspruch mit der Summe neuer Erkenntnisse zu wachsen. Dabei kann ich therapeutisch neue Wege gehen – immer abgestimmt auf die Bedürfnisse meiner Patienten –, ohne mögliche Risiken aus dem Auge zu verlieren. Wenn dann schließlich das gemeinsam mit dem Patienten gesteckte Therapieziel erreicht wird und dies vom Patienten anerkannt und positiv bewertet wird, finde ich darin meine berufliche und persönliche Erfüllung.

Was ist für Sie die wichtigste Botschaft, die Sie Ihren Patienten mitgeben wollen?

Dr. Gomon: Die Botschaft lautet einfach: Zahnverlust aufgrund von Zahnerkrankungen ist kein unvermeidliches Schicksal. Wir wissen heute, dass lebenslange Zahngesundheit möglich ist und wir kennen den Weg. Deshalb bezeichnen wir uns als „Praxis für Zahnerhalt“. Der Königsweg dahin besteht in dem Behandlungskonzept der risikoorientierten professionellen Prophylaxe als lebenslang begleitende Vorsorge. Wir gehören zu den wenigen Praxen in der Umgebung, die dafür gleich zwei speziell ausgebildete Prophylaxe-Spezialistinnen haben. Sie kümmern sich kompetent und sehr engagiert darum, die Zahngesundheit unserer Patienten und damit auch das Ergebnis der oralen Rehabilitation dauerhaft zu erhalten.

Herr Dr. Gomon, wir danken für das Gespräch.

Lust auf Tapetenwechsel?

Wir suchen eine freundliche, aufgeschlossene und teamfähige ZFA (m/w/d) zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Unsere moderne Praxis hat zukünftig drei Zahnärzte und ein Team aus zwei ZMP in der Prophylaxe-Abteilung sowie sechs weiteren Assistentinnen. Limbach-Oberfrohna erreichen Sie mit dem Auto in ca. einer Viertelstunde von Chemnitz aus. Haben Sie Spaß an einer abwechslungsreichen Tätigkeit in einem tollen Team? Wir freuen uns auf Sie!