Stimmt die Bisslage? – Fehlfunktion des Kiefergelenks ist Ursache vieler Beschwerden

Eine falsche Bisslage, d.h. ein aus der Balance geratenes Zusammenspiel vom Unterkiefer mit dem Oberkiefer, der ja fest mit dem Schädelknochen verwachsen ist, ist häufig auslösendes Moment für eine ganze Kette von Beschwerden. In der zahnärztlichen Fachsprache fassen wir diese komplexe Symptomatik unter dem Stichwort Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion, kurz: CMD, zusammen.

Ausgangspunkt ist das Kiefergelenk. Es ist das sensitivste Gelenk des Körpers. Schon geringste Veränderungen der Bisslage – zum Beispiel infolge einer Zahnreparatur mit zu hoher Füllung oder durch schlecht sitzenden Zahnersatz – kann dazu führen, dass die enorm starke Kaumuskulatur versucht, dieser Störung entgegen zu wirken.

Wie bei einem Turm, bei dem das oberste Holzklötzchen ins Wackeln gerät, wird die Gesamtstatik des Turmes – also des Körpers – aus der Balance gebracht.

Die Folge sind Verspannungen der Gesichtsmuskulatur, die zu chronischen Schmerzen im Kopf-, Hals- und Nackenbereich führen können, zu Schwindel und Tinnitus, bis hin zu Rücken- bzw. Lendenwirbelschmerzen, sogar zu Beckenschiefstand und Beschwerden an den Kniegelenken.
Weil wir um diese Problematik wissen, führen wir Zahnrestaurationen stets mit begleitender Funktionsanalyse durch.

Die Behandlung (Therapie) führen wir in Abstimmung mit weiteren Fachärzten und Physiotherapeuten durch, mit denen wir in engem Informationsaustausch stehen.